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Gemeinde Haimhausen im Landkreis Dachau  |  E-Mail: poststelle@haimhausen.de  |  Online: https://www.haimhausen.de

Renaturierung der Amper

Renaturierungsflächen am Schwebelbach
Luftaufnahme Klaus Leidorf: Renaturierungsflächen am Schwebelbach

Dass es sich im Gemeindebereich Haimhausen um einen der naturschutzfachlich bedeutendsten Großlebensräume Bayerns und auch Europas handelt, zeigten schon die Landschaftsplanung der Gemeinde Haimhausen (Frau Birnstiel-Plagge) ebenso wie das 1993 erstellte „Pflege- und Entwicklungskonzept für die Amperauen im Landkreis Dachau (Amperstudie Dr. Assmann)“.

 

Es geht insbesondere aber auch aus dem neuesten Arten- und Biotopschutzprogramm hervor, dass im Gemeindebereich Haimhausen die Altwässer östlich Oberndorf und westlich Ottershausen mit den angrenzenden Auwäldern und Streuwiesen bei Ottershausen besonders wichtig sind. Diese beiden Gebiete wurden daher als Naturschutzgebiete vorgeschlagen. Die genannten Studien zeigen auch, dass unsere Gebiete sehr gefährdet sind, insbesondere durch Austrocknung und Verlandung durch sehr hohe Düngemittel-Einträge über Zuflüsse und angrenzende Felder.

 

Aus diesem Grund waren sofortige wie mittelfristige Maßnahmen notwendig: Weitere Zerstörungen mussten verhindert werden, eine Sukzession ermöglicht, die Streuwiesen gesichert werden. Die Austrocknung und Verlandung sollen durch Anhebung des Grundwasserstandes verhindert und der übermäßige Düngemittel-Eintrag gestoppt werden.

 

Dies ist jetzt möglich, weil es gelungen ist, die gefährdeten Gebiete käuflich zu erwerben oder langfristig zu pachten (99 Jahre Erbpacht). 65 Hektar an die Amper und den Schwebelbach angrenzendes Land sind nun in öffentlicher Hand (Landkreis Dachau, Gemeinde Haimhausen, Bund Naturschutz und Landesverband für Vogelschutz in Bayern).

 

Mit diesen „Geschenken der Natur“ haben wir uns aber natürlich in keiner Weise begnügt:

 

Unter unserer Obhut wurde die ebenfalls schon o.g. 65 ha große Fläche für den Naturschutz gekauft, wir haben viele Ausgleichsflächen mit Streuobstwiesen, Benjeshecken, Laubfroschteichen und Renaturierungsflächen im Arten- und Biotopschutz-Programm, große Flächen unterliegen dem Flora- und Fauna Habitat.

 

Die von mir damals veranlassten Luftbildaufnahmen vom „Pfingst-Hochwasser“ der Amper 1999 wurden bis Brüssel von allen zuständigen Stellen als wichtige Grundlage weiterführender Pläne benützt und sind immer wieder Diskussionsgrundlage.

 

Amper-Hochwasser 1999

Luftaufnahme Klaus Leidorf: Amper-Hochwasser 1999

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