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Gemeinde Haimhausen im Landkreis Dachau  |  E-Mail: poststelle@haimhausen.de  |  Online: https://www.haimhausen.de

Die Grafen Viepeckh von Haimhausen

Wolfgang Viepeckh

stand in einem besonderen Vertrauensverhältnis zu Herzog Albrecht V. von Bayern. Kaiser Maximilian II. verlieh ihm 1571 den Adelstitel und das Wappenschild.

 

Theodor Viepeckh von Haimhausen (1590-1626)

Von seinen Söhnen Christoph und Theodor trat Letzterer auch in den Dienst des Herrscherhauses und erhielt 1590 vom Herzog für besondere Dienste die Hofmark Haimhausen. 1603 gingen die Haimhauser Besitzungen in seinen Familienbesitz über, als ihm vom Kurfürsten Maximilian I. gegen die Abtretung des Riedholzes die volle Befreiung der Lehenschaft gewährt wurde.

 

Johann Albrecht von Haimhausen (1626-1659)

Der Besitz ging auf den Sohn Theodors, Johann Albert, über. Auch er stand in kurfürstlichen Diensten. Sein nachfolgender Sohn erhielt 1671 die Freiherrenwürde.

 

Franz Albrecht Freiherr von und zu Haimhausen (1659-1687)

Sein erstgeborener Sohn Maximilian hatte keine Nachkommen und starb noch vor seinem Vater 1681.

 

Franz Ferdinand des Heiligen Römischen Reiches Graf von und zu Haimhausen (1687-1724)

Er war das dritte Kind des Freiherrn Franz Albrecht. Seine Ernennung  in den Reichsadelsstand erfolgte 1692.

 

Graf Franz Ferdinand ließ das Haimhauser Schloss, das im Dreißigjährige Krieg niedergebrannt und von seinen Vorgängern wieder aufgebaut wurde, weiter ausbauen und verschönern. Er war auch der Erbauer des Wirtshauses und des ehemaligen Zollhauses von Maisteig. Seine Tochter Maria Anna Susanna ehelichte gegen den Willen ihres Vaters den für Böhmen zuständigen Grafen Wenzel Butler von Clonebough. Deren Nachkommen kamen später (1794) nach dem Aussterben der männlichen Nachkommen in den Besitz der Haimhauser Güter.

 

Der älteste Sohn von Franz Ferdinand, Johann Georg Karl, trat mit 17 Jahren in den Jesuitenorden ein. De nächste Sohn Josef starb frühzeitig und hinterließ zwei Söhne: Karl und Sigmund. Diese teilten das Erbe: Sigmund übernahm den böhmischen Besitz und Karl bekam Haimhausen.

 

Karl Ferdinand Maria Reichsgraf von und zu Haimhausen (1724-1775)

Graf Karl ließ das Schloss in seinem jetzigen Erscheinungsbild von dem bekannten Schlossbaumeister Francois de Cuvilliés im Rokokostil umbauen sowie die Schlosskapelle und das Bründl errichten.

 

Sigmund Reichsgraf von und zu Haimhausen (1775-1793)

Graf Sigmund wurde böhmischer Obermünzmeister, gründete die Nymphenburger Porzellanmanufaktur und wurde zum Ehrenpräsidenten der bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt.

 

Weitere Informationen finden Sie in der "Chronik von Haimhausen", die Sie im Rathaus zum Preis von 22,60 Euro erwerben können.

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